Was ist Meditation? Eine Zusammenfassung der Definitionen unserer Referenten aus Teil 1

Wir haben aus allen Interviews von Teil 1 die Definitionen von Meditation zusammengefasst um ein Gefühl dafür zu vermitteln wie erfahrene Meditierende Meditation definieren:

Meditation wird häufig definiert als Technik zu Geistesschulung. Typischerweise geht es darum, die Aufmerksamkeit in einer bestimmten Weise zu lenken. Es gibt darüber hinaus sehr unterschiedliche Techniken, wobei es zum Beispiel darum geht sich zu versenken, sich zu entspannen oder aber auch Einsichten zu erhalten in Mechanismen des eigenen Geistes. Es ist möglich tiefe Erfahrungen zu machen, sich persönliche weiter zu entwickeln, mehr im Moment anzukommen und los zu lassen von Mustern, die uns behindern glücklich zu sein und eine innere Freiheit zu erlangen.

Meditation ist eine geistige Aktivität, eine Art innehalten und erforschen des Geistes.

Das Wort leitet sich aus dem lateinischen ab.

Das Wort Meditation hat etwas mit Medius zu tun, mit der Mitte. Man kommt in seine Mitte und in die Mitte des ganzen Seins. Meditation hat aber auch etwas mit Medium zu tun und ist also daher auch ein Medium, zu seiner Mitte zu kommen.

Meditation ist ein Oberbegriff für sämtliche Methoden der Geistesschulung und Veränderungen der emotionalen Ebene in unserem täglichen Leben. Bei der Geistesschulung wird heutzutage immer wieder und auf allen Ebenen der Begriff der Achtsamkeit hervorgehoben. Achtsamkeit ist die Grundübung, darüber ranken sich Methoden und Traditionen, mit denen man das Ziel zur inneren Sammlung und zur Selbsterkenntnis finden kann.

Meditation ist eine Art, Achtsamkeit zu kultivieren. Es geht darum, alles was man macht mit Achtsamkeit zu tun.

Die meisten Menschen identifizieren sich mit ihren Gedanken. Sie sind entweder in ihren Erinnerungen oder denken über die Zukunft nach. Mediation ist eine Möglichkeit, sich über diese Gedanken zu erheben und zu seinem wahren Bewusstsein zu kommen, um den jetzigen Moment zu erfahren. Der Meditierende ist einfach und es bedarf keiner äußeren Einflüsse oder irgendwelcher Bedingungen, um im Moment die Schönheit des Lebens zu erfahren.

Meditation ist etwas, das in jedem Moment des Lebens möglich ist. Etwas, das in dir und in der Interaktion mit dem Leben um dich herum, eine Auflösung des Getrenntseins hervorruft.

Meditation ist eine Art Umstellung auf die eigene Seelenfrequenz. Besonders heute brauchen wir mehr Zeit für unsere Seele und können durch Meditation einen Dialog zu dieser herstellen.

Alle Menschen leben eine Form der Meditation, wenn auch nicht bewusst. Eine Meditation kann viele Formen haben.

Meditation ist eine beobachtende Haltung. Nicht nur auf der Verstandesebene, sondern auch auf der Gefühlsebene. Also Bewusstsein in jeglicher Form: Bewusstsein über die eigenen Gedankenströme über die Gefühle aber auch über den Körper. Man verbindet sich mit einer Stille, die tief in einem drin ist, die man im Alltag so überhaupt nicht wahrnimmt. Daraus entsteht ein tiefes Glücksgefühl, zu dem man sonst nicht wirklich einen Zugang hat. Mediation ist ein also eine Methode, aus dem Autopiloten aus zu steigen und Zugang zu seinem wahren Ich zu bekommen. Man erzeugt eine Versenkung und man erlebt einen Ort, der nicht zu beschreiben ist.

Meditation ist ein Training des Geistes, ein Training der Aufmerksamkeit und eine Haltung wie wir Erfahrungen erleben bzw. Bewerten. Es geht darum präsent zu sein, in einer freundlichen Art und Weise, die alles was da ist willkommen heißt. Die Kombination aus einer bestimmten Haltung und einem gewissem Training ermöglicht es, die Aufmerksamkeit zu konzentrieren und in einen meditativen Zustand zu gelangen, den man als Wahrheit bezeichnen kann.

Meditation ist eine Erfahrung der inneren Stille. Stille ist nicht die Abwesenheit von Gedanken, sondern eher ein Zustand von Erlauben, in dem wir einen kleinen Schritt zurück treten und lernen unsere Erfahrungen zu beobachten. Wir lernen Dinge geschehen zu lassen ohne zu intervenieren. Wir erfahren den natürlichen Zustand des Geistes, indem wir gelöst sind von Verstrickungen, Bewertungen, Ablenkungen und Erfahrungen. Man lernt eine Erfahrung zu erlauben und sein zu lassen.

Meditation ist im Kern schwer zu definieren. Eine mögliche Aussage wäre: Meditation beginnt dann, wenn man aufhört anderen Leuten Fragen zu stellen, sondern anfängt, in sich selbst die Antworten zu suchen. Und wenn man in sich selbst keine Antworten findet, dann kann man anfangen in der Stille nach Antworten zu suchen, bis man versteht, dass es überhaupt keine Notwendigkeit gibt irgendwas zu suchen.

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